Geocaching

Bildungs-Cache zur Lutherdekade

Hand betätigt den Touchscreen eines Smartphones

Mit dem Smartphone in Nürnberg Kirchengeschichte schnuppern - die geführte Luthertour macht's möglich!

Bild: iStockPhoto / LDProd

Sommerzeit - Urlaubszeit. Doch man muss nicht in die Ferne schweifen, um was zu erleben. In Nürnberg kann man sich mit dem Smartphone auf die Spuren der Reformation begeben. Am Ende mit Schatz!

Von der Lorenzkirche über die Straße der Menschenrechte bis zur Jakobskirche - die Bildungsroute führt über eine Strecke von rund 1,5 Kilometern durch die zweitgrößte Stadt Bayerns, die wie kaum eine andere City Mittelfrankens reformatorische Vergangenheit atmet. Konkretisiert wird dies an Stationen in fünf Nürnberger Gotteshäusern und auf der „Straße der Menschenrechte“ in der Kartäusergasse am Germanischen Nationalmuseum. Start für den Rundgang ist an der Lorenzkirche, sämtliche Schauplätze gelten als historisch bedeutsam für die Zeit der Reformation.

Am Ende wartet ein kleiner Schatz auf jeden

Der Clou: Die Teilnehmer am neuen Rundgang schreiten die jeweiligen Orte nicht einfach nur ab und lassen ihre Blicke bewundernd über die altehrwürdigen Gemäuer gleiten, sondern zusätzlich zu den imposant-visuellen Eindrücken können sie sich historisches Wissen aneignen – mithilfe ihres Smartphones!

Der QR-Code erklärt die geschichtliche Bedeutsamkeit der jeweiligen Stationen in Form kleiner Informationstexte: Die Spaziergänger können diese parallel zum Besuch live vor Ort auf dem Display ihres Smartphones nachlesen. „Zu jedem Text gibt es überdies eine Aufgabe, deren Lösung die Spaziergänger in der Regel nur vor Ort finden können“, erklärt Kühn. „Wer am Ende alle Lösungen der jeweiligen Stationen weiß, den erwartet ein kleiner Schatz als Erinnerung an diesen besonderen Rundgang.“

Der reformatorische Themenweg ist natürlich nicht nur was für Smartphone-Besitzer: Wer kein Smartphone hat, kann sich alle historischen Informationen und Aufgaben auch vorab als PDF-Datei herunterladen, ausdrucken und mitnehmen.

"Die Tour wagt auch Blicke in die Zukunft"

Die Teilnahme ist auf jeden Fall lohnend, verspricht die Projekt-Mitarbeiterin. „Der Rundgang gibt die Möglichkeit, sich aus ganz neuen Blickwinkeln in die Zeit der Reformation hineinzuversetzen. Die Spaziergänger können viel besser verstehen lernen, dass die verschiedenen Konfessionen nicht immer so zusammen gelebt haben wie heute, wodurch sie die Gegenwart sicherlich mehr wertschätzen können und weniger selbstverständlich nehmen. Und: Die Tour wagt auch Blicke in die Zukunft, gibt der ganzen Thematik eine Perspektive.“


08.08.2014 / Andrea Seidel
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