Rummelsberger Diakoninnen

Alles so neu, spannend und aufregend

Zwei Frauen

Haben gut lachen: Judith Bär und Michaela Kleemann sind zwei von sechs Rummelsberger Jungdiakoninnen, die jetzt in ihr Amt eingesegnet wurden.

Bild: (c) Rummelsberger Diakonie / RD

Judith Bär und Michaela Kleemann (Foto) sind zwei von sechs Rummelsberger Jungdiakoninnen, die jetzt in ihr Amt eingesegnet wurden. Am Sonntag, 19. Oktober 2014, folgt die Einsegnung der Diakone.

Sechs Jahre Studium haben Bär und Kleemann hinter sich und den Dienst in den neuen Arbeitsstellen begonnen. Kurz vor der Einsegnung treffen sich alle Frauen für eine Woche, um gemeinsam inne z halten, sich auf das wichtige biografische Ereignis vorzubereiten und das Erlebte zu reflektieren.

Judith Bär lebt seit 1. August in Oberfranken. In der Jugendhilfeeinrichtung Fassoldshof arbeitet sie in einem Pädagogen-Team, das sieben Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren betreut. „Nach dem Studium ging alles so schnell“, sagt die 24-Jährige.

"Ich fühle mich hier gewollt"

Mit Rummelsberg habe sie zwar ein Stück Heimat zurücklassen müssen, „aber in Oberfranken sind wir mit offenen Armen empfangen worden.“ Die künftige Diakonin ist seit Kurzem verheiratet, mit einem Diakon, der in derselben Einrichtung nahe Kulmbach seinen Dienst tut.

Auch Michaela Kleemann wurde herzlich empfangen. „Ich fühle mich hier gewollt und gut aufgehoben.“ Die gebürtige Fürstenfeldbruckerin ist seit ein paar Wochen als Gemeindediakonin in Wolfratshausen und Geretsried in der Jugendarbeit tätig. „Ich habe gehofft, dass ich nach der Ausbildung nach Oberbayern zurück kann, weil hier meine Wurzeln sind.“ Doch die beiden Gemeinden, obwohl nur sieben Kilometer entfernt, sind sehr verschieden. Da ist zum Einen die traditionsreiche Flößerstadt Wolfratshausen und zum Anderen, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene Gemeinde Geretsried.

Den christlichen Auftrag nicht vernachlässigen

Für ihre künftige Praxis hält es Kleemann deswegen mit dem Apostel Paulus „Ich möchte den Geretsriedern eine Geretsriederin sein und den Wolfratshausern eine Wolfratshauserin.“ Die Zeit der Einarbeitung an der neuen Stelle war für Judith Bär sehr spannend und erlebnisreich. „In dem Team in meiner Wohngruppe am Fassoldshof habe ich mich rasch wohlgefühlt:“ Doch die Zeit der Einarbeitung verging schnell: „Dann kommt der erste Nachtdienst und ich habe begriffen, dass ich jetzt, gemeinsam mit meinen Kollegen, einen Haushalt mit sieben Jungs schmeißen muss. Da habe ich gemerkt, dass ich, anders als noch in den Praktika, jetzt Verantwortung trage.“ Als Diakonin möchte sie ihren christlichen Auftrag nicht vernachlässigen: „Im Alltag kann ich nicht mit der Bibel unter dem Arm durch die Gruppen laufen. Aber im Kopf und Herzen habe ich den Auftrag der Nächstenliebe verinnerlicht und versuche ihn zu leben.“

„Ich kann und will das Amt der Diakonin und meinen pädagogischen Beruf nicht voneinander trennen, da beides in einer Kirchengemeinde zusammen gehört“, sagt Michaela Kleemann. „Ich sehe mich als Begleiterin und Unterstützerin für die Jugendlichen vor Ort“, so die 27-Jährige. Sie möchte sich deswegen auch über ihre beruflichen Auftrag hinaus in den Städten einbringen: „Wo mein Zuhause ist, da bringe ich mich ein – das ist für mich selbstverständlich."

Einsegnung der Diakone am Sonntag, 19. Oktober 2014

Zwei Dienstpläne, zwei Gruppen – für das Ehepaar Bär wird es spannend ein Privatleben zu gestalten. „Doch wir sind zuversichtlich, dass uns das gelingt, hier müssen mein Mann und ich Rituale finden.“ Eines davon ist das gemeinsame Lesen der Losung und der Austausch darüber. Judith Bär und Michaela Kleemann hilft dabei auch der Kontakt zu den Regionalgruppen in der Nähe. Ob in Oberbayern oder Oberfranken – es gibt die Möglichkeit, sich mit eingesegneten Diakoninnen zu treffen und sich auszutauschen. Für die kommenden Monate haben sich beide die Termine in ihren Kalender fest eingetragen.

Nach der Einsegnung der Rummelsberger Diakoninnen wird am Sonntag, 19. Oktober 2014, die Einsegnung der Rummelsberger Diakone folgen, insgesamt werden in diesem Jahr zehn neue Jungdiakone in ihr Amt eingeführt. Die Einsegnung in der Philippuskirche Rummelsberg in Schwarzenbruck ist öffentlich und beginnt um 9.30 Uhr.


/ Gunnar Dillschneider, Rummelsberger Diakonie / ELKB Poep
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