Zum Reformationstag

Die Predigten zum Nachlesen und Herunterladen

Martin Luther

Dem Werk und Wesen Martin Luthers gedenken die evangelischen Christen am Reformationstag.

Bild: (c) iStockPhoto / Robert Mandel

Landesbischof, Regionalbischöfinnen und Regionalbischöfe Bayerns feierten den Reformationstag: Sämtliche Predigten zum Nachlesen und Herunterladen gibt es hier.

Der 31. Oktober ist der Reformationstag, jener Tag, an dem die evangelischen Christen dem Werk und Wesen Martin Luthers gedenken. Im Jahr 1517 soll der Mönch der Überlieferung zufolge an dem Tag vor Allerheiligen seine 95 Thesen an die Pforte der Schlosskirche in Wittenberg geschlagen haben und damit eine Erneuerungsbewegung innerhalb des westlichen Teils der weltweiten Kirche angestoßen haben.

"Reformation und Politik" ist im evangelischen Bayern ein Themenschwerpunkt der Gottesdienste zum Reformationstag. Zum Abschluss des gleichnamigen Themenjahrs der Lutherdekade werden prominente Vertreter aus Kirche und Politik in zahlreichen bayerischen Kirchen sprechen.

Der Reformationstag 2014 ist zugleich auch Auftakt des neuen Themenjahrs "Reformation - Bild und Bibel", das die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) im Rahmen der Lutherdekade ausruft. In der Stadtkirche von Münchberg im Landkreis Hof verbindet Oberfrankens Regionalbischöfin Dorothea Greiner den Reformationsgottesdienst mit der Eröffnung der Kunstaktion "12[W]ORTE".

Predigten und Vorträge des Landesbischofs, der Regionalbischöfinnen und Regionalbischöfe

Susanne Breit-Keßler, Regionalbischöfin im Kirchenkreis München / Ständige Vertreterin des Landesbischofs

Susanne Breit-Keßler, Regionalbischöfin im Kirchenkreis München,© (c) ELKB / Poep

Susanne Breit-Keßler spannt in ihrer Predigt „Der Mensch – ein Bild für Götter!?“ in St. Matthäus in München den Bogen von Bibel und Bild über Bildnis und Bilderverbot zum Ebenbild: „Ebenbild Gottes sind wir – schön und begabt, nicht ganz vollkommen, aber besonders. Und wir haben den Auftrag, unsere Gaben zu entfalten.“ Das gelänge oft und eindrucksvoll, zugleich gerate man immer wieder ins Trudeln. Scheitern. „Wir brauchen immer wieder Vergebung und Neuanfänge – und bleiben im Gelingen wie im Scheitern Gottes Ebenbild. Zu wissen, dass Gott die Existenz eines jeden Menschen will und bejaht, stärkt das eigene Selbstbewusstsein und den Respekt vor, die Achtsamkeit für andere“, so Breit-Keßler.

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Michael Grabow, Regionalbischof im Kirchenkreis Augsburg

Michael Grabow, Regionalbischof im Kirchenkreis Augsburg,© (c) ELKB / Poep
Die evangelische Freiheit steht im Mittelpunkt der Reformationspredigt von Regionalbischof Michael Grabow in Augsburg. Grabow beschreibt das Geschenk der Freiheit, aber auch die Aufgabe, die daraus erwachse: „Freiheit will ja bewährt werden, bestanden werden. Die Freiheit, die Christus schenkt, will gelebt werden. Das aber heißt: sie will beständig werden.“ Das bedeute: „Christen müssen widerständig sein, nicht beliebig. Sie müssen der Entmündigung und Ent-Würdigung widerstehen.“ Wir Christen könnten sein Geschenk der Freiheit widerspiegeln, indem wir eintreten für die Freiheit und Würde der anderen, fordert der Regionalbischof.

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Dorothea Greiner, Regionalbischöfin im Kirchenkreis Bayreuth

Dorothea Greiner, Regionalbischöfin im Kirchenkreis Bayreuth,© (c) ELKB / Heike Rost
Regionalbischöfin Dorothea Greiner eröffnet in Münchberg die Aktion 12 [W]ORTE und damit auch das Themenjahr „Reformation – Bild und Bibel“. 12 Künstlerinnen und Künstler haben in 12 Gemeinden des Kirchenkreises zu 12 Bibelworten Kunstwerke geschaffen. Sie sind ab dem Reformationsfest für ein Jahr in den Gemeinden zu sehen, eines davon in Münchberg. Greiner stellt den Aaronitischen Segen ins Zentrum ihrer Predigt, die Bibelstelle, die auch die Künstlerin Sonja Weber zu ihrem Werk inspirierte. "Der Segen, der uns barmherzig werden lässt und ein offenes Herz schenkt", so Greiner. Das wäre auch wichtig im Blick auf die größte kirchliche und zugleich gesellschaftliche Herausforderung: ein offenes Herz für Flüchtlinge.

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Landesbischof Bedford-Strohm

Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof von Bayern,© (c) ELKB / Poep
Die in der Bibel überlieferten Worte Jesu können auch heute Menschen verändern. Darauf weist der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm in seiner Predigt zum Reformationsfest in der Bamberger Erlöserkirche hin. Menschen bekommen Kraft, sich für den Frieden einzusetzen, wenn sie in den Seligpreisungen des Matthäusevangeliums lesen, dass die Gewalt und die Ungerechtigkeit am Ende nicht das letzte Wort haben werden. Aus dieser Kraft setzen Menschen auch heute Zeichen, die die Welt verändern, betont der Landesbischof. Ein Beispiel seien die großen Anstrengungen, die derzeit in Bayern unternommen würden, um die Flüchtlinge angemessen aufzunehmen. In vielen Kirchengemeinden würden Flüchtlinge herzlich empfangen, „Ehrenamtliche kümmern sich um sie, besorgen Kleidung und bringen ihnen Deutsch bei“.

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Hans-Martin Weiss, Regionalbischof im Kirchenkreis Regensburg

Hans-Martin Weiss, Regionalbischof im Kirchenkreis Regensburg,© (c) ELKB / Poep

In Oettingen stellte Regionalbischof Hans-Martin Weiss in seinem Vortrag in St. Jakob den evangelischen Theologen und bedeutenden Reformator aus dem Ries, Georg Karg, in den Mittelpunkt. Der Theologe und leitende Geistliche hatte gestaltenden Einfluss auf die Kirchenstrukturen Frankens, der nicht hoch genug bewertet werden kann. Karg drückte dem Ansbacher Kirchenwesen einen prägenden Stempel auf, so Weiss. Er nannte hierbei die Arbeiten an einem Katechismus, die Erstellung von Kirchenordnungen sowie die intensiven Bemühungen um die theologische Ausbildung der markgräflichen Stipendiaten.

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Zu einem konfessionsverbindenden Ereignis wird der Reformationstag in der Nürnberger Kirche St. Sebald: Dort feiert Bambergs katholischer Erzbischof Ludwig Schick gemeinsam mit dem Nürnberger Regionalbischof Stefan Ark Nitsche einen ökumenischen Taufgedächtnisgottesdienst. Ein Zeichen der Solidarität mit Asylbewerbern setzt der bayerische Diakoniepräsident Michael Bammessel: Vor seiner Predigt in der Passauer Stadtpfarrkirche St. Matthäus besucht er Flüchtlingshelfer und Asylbewerber im "Asylcafé" in Vilshofen.


Quelle: ELKB/epd

31.10.2014 / ELKB / Poep
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