Vesperkirche Nürnberg

Eine künftige Instanz

Die Idee: Der Kirchenraum, der beste und wichtigste Raum einer Gemeinde, ihr „Wohnzimmer“ gleichsam, in der kalten Jahreszeit offen und gastlich bereitet.

Essen und ein gutes Gespräch – das geht auch in der Kirche: Zum Beispiel in der Nürnberger Gustav-Adolf Kirche. Dort findet bereits seit fünf Wochen die Vesperkirche statt.

Seit dem 17. Januar dient die Gustav-Adolf-Gedächtniskirche in Nürnberg als Wohn- und Esszimmer für alle. Die Aktion läuft noch bis zum Sonntag, 28. Februar, dann wird die erst Vesperkirche Nürnbergs mit einem Abendmahlgottesdienst geschlossen. Bis dahin kann man für einen symbolischen Euro in der Kirche in guter Gesellschaft zu Mittag essen.

Zitat

Das Leben ist mitten in der Kirche. Wunderbar!" 

Regionalbischof Stefan Ark Nitsche

Die Vesperkirche bietet eine Gelegenheit, bei der sich bedürftige Menschen und Menschen, die eine gut bezahlte Arbeit haben, beim gemeinsamen Essen begegnen können. Rund 500 Essen werden täglich ab 10 Uhr serviert. Die Vesperkirche in Nürnberg wurde ausschließlich über die Zuwendungen von Sponsoren und Spenden finanziert und ist nur möglich Dank der Hilfe der fast 300 freiwilligen Ehrenamtlichen.

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Flankiert wird die erfolgreiche Vesperkirche in Nürnberg von einem ausgesuchten Kulturprogramm. Alle Künstlerinnen und Künstler verzichteten auf ihr Honorar. Kulturpartner der Vesperkirche ist das Staatstheater Nürnberg, das fünf kostenlose Benefizkonzerte ausgerichtet hat.

Nach Schweinfurt ist Nürnberg die zweite Vesperkirche in Bayern, nach dem großen Erfolg soll sie nun zu einer festen Instanz in Nürnberg werden. Die Idee der Vesperkirche stammt aus Baden-Württemberg.

23.02.2016 / Vesperkirche Nürnberg/ELKB