Gebetswoche

"Christen müssen mit einer Stimme sprechen"

Heinrich Bedford-Strohm

Landesbischo Bedford-Strohm ruft zu mehr Ökumenen auf.

Bild: (c) ELKB / Poep

In seiner Predigt zur Gebetswoche für die Einheit der Christen hat Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm die christlichen Kirchen zu mehr Ökumene aufgerufen.

Nur wenn die Kirchen aller Konfessionen mit einer Stimmen sprechen, könnten sie ein kraftvolles Licht sein, sagte Bedford-Strohm im zentralen Gottesdienst der Gebetswoche für die Einheit der Christen im Münchner Dom laut Mitteilung. "Nur wenn wir als Kirchen der Welt ein klares Zeugnis für den Frieden, für die Überwindung von Hass und Gewalt ablegen, wird unsere Stimme auch gehört."

In einer Zeit, in der sich viele der Gewalttäter auf den Islam berufen, müssten sich die Religionen gemeinsam für ein Zusammenleben der Menschen einsetzen, "in dem alle ihre Gaben leben können, in dem niemand mehr seine Identität dadurch gewinnen muss, dass er andere abwertet oder gar zu vernichten sucht", betonte Bedford-Strohm. Christen müssten zu treibenden Kräften einer "großen Lichtbewegung" werden, die "helle Zeichen der Solidarität, der Empathie und der Zuversicht setzt".

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Weiter sagte der Bischof, der auch Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, dass unter Papst Franziskus "die ökumenischen Türen viel weiter offen" seien, als sie es lange waren. Er habe die "große Hoffnung, dass wir es wagen, durch diese ökumenischen Türen hindurchzugehen, bevor sie sich wieder schließen".

Am Gottesdienst beteiligt waren auch der Münchner Kardinal Reinhard Marx, Bischof Sofian von Kronstadt und Erzpriester Nikolai Zabelitch von der Russisch-orthodoxen Kirche in München. Die Gebetswoche für die Einheit der Christen wird weltweit begangen und findet in diesem Jahr vom 18. bis 25. Januar statt. In vielen bayerischen Kirchengemeinden organisieren Christen während der Woche gemeinsame Gottesdienste und ökumenische Begegnungen.


21.01.2016 / epd