Gebetsnacht

Ökumenisches Gebet für das Klima

Ökumenische Gebetsnacht für das Klima

Die letzte Chance, den Klimawandel aufzuhalten?

Bild: PopTika©Shutterstock.com

An 26 Orten in Bayern werden am Samstag, 14. November, Christen für das Gelingen der UN-Klimakonferenz beten.

Ab dem 30. November treffen sich die Regierenden der Welt zur 21. UN-Klimakonferenz in Paris. Klimaforscher und Nichtregierungsorganisationen mahnen, dass die Konferenz die letzte Gelegenheit sei, die Erderwärmung zu begrenzen und den Klimawandel aufzuhalten. Endet die Konferenz in Paris ohne konkrete Ergebnisse, so reiche die Zeit nicht aus, um die Erderwärmung unter zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu halten. Extreme Wetterereignisse würden dann häufiger als in den letzten Jahren, in vielen Teilen der Welt würden die Menschen ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Die weltweiten Flüchtlingsströme nähmen Dimensionen an, die wir uns heute kaum vorstellen können.

„Wendepunkte der Weltgeschichte hat die Kirche schon immer im Gebet begleitet“, sagt Mattias Kiefer, Sprecher der Umweltbeauftragten der bayerischen Erzbistümer und Bistümer. Kirchliche Organisationen wie Brot für die Welt und Misereor sind intensiv an den Vorbereitungen der UN-Konferenz beteiligt. „Mit den Gebetsnächten nehmen wir Jesu Aufforderung ‚Wachet und betet‘ ernst und unterstützen das Engagement unserer Verbände bei der Konferenz“, so Wolfgang Schürger, der Beauftragte für Umwelt- und Klimaverantwortung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. „Die Konferenz und ihre Vorbereitung im Gebet zu begleiten heißt die Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft nicht aufgeben."

An allen Orten der Ökumenischen Gebetsnacht für das Klima werden einige Schaufeln Erde gesammelt und durch Pilger des Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit zur Klimakonferenz nach Paris gebracht. Schirmherren des Pilgerwegs sind der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick.

Die Ökumenische Gebetsnacht für das Klima in München beginnt am Samstag, 14. November, um 20 Uhr in St. Michael (Neuhauser Str. 6). Prälat Lorenz Wolf und Kirchenrat Wolfgang Schürger feiern mit den Gläubigen einen ökumenischen Abendgottesdienst. Im Anschluss erwartet die Teilnehmenden eine Mischung aus Gebeten, Musik, Meditation und Informationen zum Klimawandel. Gegen 22.30 Uhr endet die Veranstaltung. Der Abend wird musikalisch gestaltet vom Kammerchor St. Michael unter der Leitung von Frank Höndgen, für die spezielle Beleuchtung des Kirchenraums an diesem Abend zeichnet der bekannte Künstler Michael Peter Pendry verantwortlich.


11.11.2015 / ELKB/ Erbischöfliches Ordinariat München
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