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Hoffnungsgeschichten

Vesperkirche

Zwei Monate lang war die Gustav-Adolf-Gedächtniskirche in Nürnberg eine Vesperkirche.

Bild: Versperkirche Nürnberg

Der Film von Pfarrerin Sandra Zeidler über die Vesperkirche in der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche in Nürnberg wird am Donnerstag, 24. März, um 17 Uhr im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt.

„Brezeln, Bibel, Jazzmusik“ ist eine der Überschriften, „Schauspiel, Segen, Saxophon“ eine andere. Diese Schlagworte beschreiben das Programm der Vesperkirche in der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche in Nürnberg: Für zwei Monate verwandelt sich der Gottesdienstraum und es wird gemeinsam gegessen, geredet, gelacht und gefeiert. Am Abend genießt man dann kulturelle Highlights wie z. B. das Internationale Opernstudio.

Vom  17. Januar bis zum 28. Februar 2016 diente die Gustav-Adolf-Gedächtniskirche in Nürnberg als Wohn- und Esszimmer für alle. Für einen symbolischen Euro konnte in der Kirche in guter Gesellschaft zu Mittag gegessen werden.

Die Vesperkirche bot eine Gelegenheit, bei der sich bedürftige Menschen und Menschen, die eine gut bezahlte Arbeit haben, beim gemeinsamen Essen begegnen konnten. Rund 500 Essen wurden täglich ab 10 Uhr serviert. Die Vesperkirche in Nürnberg wurde ausschließlich über die Zuwendungen von Sponsoren und Spenden finanziert und ist nur möglich Dank der Hilfe der fast 300 freiwilligen Ehrenamtlichen.

Für das Christentum gehörte es von Anfang an dazu, dass Menschen zusammenkommen an einen Tisch und miteinander essen und reden: Wie oft war Jesus zu Besuch bei wildfremden Menschen und hat mit ihnen gefeiert, getrunken, geweint und gelacht? Am eindringlichsten wird davon erzählt beim Letzten Abendmahl, denn Jesus und die Jünger wissen, dass sie ein letztes Mal zusammen sind. Bis heute erinnern sich christliche Gemeinden daran und feiern am Gründonnerstag Gottesdienst mit Abendmahl. Ein festlicher und ungewöhnlicher Gottesdienst bildet auch den Schlusspunkt der Vesperkirche.


21.03.2016 / Sandra Zeidler/Kerygma
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