Ehrenamtspreis 2015

Nachwuchs gesichert!

Ehrenamtspreis

Die junge Ausbilderin Clea Braun spielt gemeinsam mit ihrem ersten Schüler Felix Weitner.

Bild: afg/Kirchmeyer

Der Ehrenamtspreis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern wurde in diesem Jahr an vier Projekte verliehen. Wir stellen die Projekte vor: Förderung von Jungbläser-Ausbilderinnen und -Ausbildern.

"Wir wollen die Ausbildungskette nicht abreißen lassen", erzählt Friedrich Weitner, 1. Vorsitzender des CVJM Nürnberg-Gostenhof e.V. Deshalb hat der Verein gezielt damit begonnen Nachwuchs im Ausbildungsbereich des Posaunenchors zu fördern und zu schulen. Bei dem rein ehrenamtlichen Projekt werden derzeit fünf Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 17 und 22 Jahren durch Schulungsmaßnahmen vor Ort zu Nachwuchslehrkräften ausgebildet. Sie sollen und wollen künftig Kindern und Jugendlichen kostenlosen Posaunenunterricht geben können.

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"Die Posaunenchöre werden immer älter. Genauso, wie die Ausbilder, da ist es irgendwann nicht mehr so einfach eine Beziehung zu den jungen Schüler herzustellen", berichtet Weitner. "Uns war klar, wir müssen für Nachwuchs in der Ausbildung sorgen."
Während der Ausbildung findet eine Begleitung des Nachwuchses durch erfahrene, ehrenamtliche Ausbilderinnen und Ausbilder in Einzelcoachings statt. "Die Ausbilder sind alle qualitativ in der Lage, den Nachwuchskräften einiges beizubringen", betont Weitner.

Der Fachbeirat Ehrenamt in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern möchte durch den Ehrenamtspreis die Nachwuchsförderung und das Coaching von Ehrenamtlichen hervorheben und unterstützen. "Bemerkenswert ist, dass das Projekt rein ehrenamtlich getragen wird und eine gute Verknüpfung von Verband und Kirchengemeinde vor Ort stattfindet", so der Fachbeirat Ehrenamt in seiner Begründung.

"Die Art der Preisverleihung, wie die Kirche vertreten war, der Rahmen in dem sie stattfand, das war schon ein Ausdruck von Wertschätzung. Man hat sich wirklich geehrt gefühlt", erzählt Weitner. Die Freude bei den Ehrenamtlichen über die Ehrung ist groß und sorgt für einen Motivationsschub. Das Preisgeld von 1000 Euro wird daher in die Fortbildung des jungen Lehrnachwuchses gesteckt.

14.12.2015 / Sandra Kaufmann