Chat-Andacht

Den Verstorbenen online gedenken

Der Verstorbenen online gedenken

Am Ewigkeitssonntag erinnern evangelische Christinnen und Christen auch online an ihre Verstobenen.

Bild: SondraP

Am Ewigkeitssonntag können Trauernde bei www.trauernetz.de die Namen der Verstorbenen in einer Chat-Andacht vor Gott bringen.

Am Ewigkeitssonntag erinnern evangelische Christinnen und Christen in Gottesdiensten an ihre Verstorbenen und befehlen sie Gott an. Dies geschieht nicht nur in Ortsgemeinden. Auch auf trauernetz.de bietet die evangelische Kirche im Internet einen Raum, wo Menschen ihre Trauer vor Gott aussprechen können. Bereits zum siebten Mal seit 2009 findet am Ewigkeitssonntag, in diesem Jahr am 22. November, um 18 Uhr eine Chat-Andacht statt.

Was in den Gemeindegottesdiensten guter Brauch ist, wird so auch online möglich. Der Chat beginnt mit einer kurzen Eingangsliturgie. Dann werden die Namen der Verstorbenen vor Gott gebracht. Damit den Verstorbenen namentlich gedacht werden kann, können Angehörige oder Freunde unter www.trauernetz.de die Namen ihrer Lieben in ein Trauerbuch eintragen. Diese Namen werden während der Online-Andacht im Chat eingeblendet. Im Anschluss beten die Chatteilnehmerinnen und -teilnehmer gemeinsam das Vaterunser und bitten um Gottes Segen. Die Andacht gestalten Pfarrerin Maike Roeber und Pastor Ralf Peter Reimann.

In den vergangenen Jahren haben sich besonders solche Menschen an der Online-Andacht beteiligt, die bereits vor längerer Zeit gestorbene Angehörige oder Freunde ins Gedenken einschließen wollten. Auch, wenn die Gemeinde der Verstorbenen zu weit vom Wohnort der Angehörigen entfernt ist, um dort am Ewigkeitssonntag am Gottesdienst teilnehmen zu können, bietet die Chatandacht eine Möglichkeit, im Internet namentlich der Toten zu gedenken.

„Wir sehen die Online-Andachten als Ergänzung zu den Angeboten der Ortsgemeinden“, erklärt Kirchenrätin Anne Lüters, in der bayerischen Landeskirche zuständig für das Trauernetz. „Die namentliche Erinnerung an die Verstorbenen ist wichtig – ob nun von der Kanzel verlesen oder im Chat eingeblendet. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, wie tröstlich es für viele Menschen ist, Namen von Angehörigen zu nennen, die vor Jahren oder Jahrzehnten gestorben sind.“

www.trauernetz.de ist eine Kooperation der Evangelischen Landeskirche in Baden, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands.

/ ELKB
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