Schweinfurt ist bunt

Zeichen für Respekt und Mitmenschlichkeit

Schweinfurt ist bunt

"Schweinfurt muss eine weltoffene, liebenswürdige Stadt bleiben, in der Menschen aus 117 Nationen friedlich zusammenleben."

Bild: Schweinfurt ist bunt/facebook

Das Bündnis "Schweinfurt ist bunt" ruft für diesen Samstag, 12. März, zu einer Kundgebung in der Schweinfurter Innenstadt auf. Dekan Oliver Bruchmann wird auch dabei sein.

Zu einer Kundgebung „nicht in meinem Namen“ ruft das Bündnis "Schweinfurt ist bunt" für diesen Samstag (12. März) auf. Damit wehrt es sich gegen eine Demonstration mit fremdenfeindlichem Hintergrund.
Veranstaltet werde diese Demonstration, die unter dem nur scheinbar harmlosen Titel „für die Zukunft unserer Kinder“ steht, von einer Gruppe „Schweinfurt wehrt sich“, die gut bürgerlich daherkomme, hinter der sich aber die rechtsextremistische Partei NPD verberge, berichtet Dekan Oliver Bruckmann.

„Wir wollen das nicht einfach so durchgehenlassen, “ so Bruckmann, dessen Dekanat von Anfang an Mitglied im Schweinfurter Bündnis für Demokratie und Toleranz „Schweinfurt ist bunt“ war. „Wir wollen der Menschenverachtung, die hinter dieser Demonstration steht, etwas entgegensetzen.“ Man wolle ab 14 Uhr auf dem Zeughausplatz ein Zeichen "für Respekt und Mitmenschlichkeit" setzen, schreibt Bündnissprecher Frank Firsching in dem Aufruf zur Kundgebung. Damit die Mitbürgerinnen und Mitbürger aus 117 Nationen weiterhin so friedlich zusammenleben könnten wie bisher.“ wenden wir uns entschieden gegen fremdenfeindliche Hetze und Gewalt." Besorgten Bürgern rät das Bündnis, "nicht alles zu glauben, was im Netz verbreitet wird, sondern den Angaben der Polizei und den Behörden zu vertrauen".

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Redner bei der "Schweinfurt ist bunt"-Kundgebung sind neben Firsching auch Schweinfurts Landrat Florian Töpper (SPD) und der katholische Stadtdekan Stefan Redelberger. Das Evangelische Dekanat habe seine Kirchengemeinden dazu aufgerufen, teilzunehmen, so Oliver Bruckmann. Dabei werde auch Gelegenheit sein, auf Plakate mit der Aufschrift „Nicht in meinem Namen“ niederzuschreiben, „wogegen, beziehungsweise wofür wir stehen.“ Der Dekan weiß genau, was „nicht in seinem Namen geschieht: „Alles, was Menschenverachtend ist – gegenüber allen Menschen.“ Dazu gehöre auch die Hetze gegen Flüchtlinge. „ Jemand, der Schutz bei mir sucht, den darf ich nicht ablehnen."

Das zivilgesellschaftliche Bündnis wurde im Jahr 2010 wegen eines Neonazi-Aufmarsches in Schweinfurt gegründet. 10.000 Besucher hatten damals an einer Kundgebung gegen Rechtsextremismus teilgenommen. Heute gehören mittlerweile mehr als 60 Parteien, Vereine, Organisationen und kirchliche Gruppen dem Bündnis an. Im Juni hatte „Schweinfurt ist bunt“ für sein anhaltendes Engagement den Würzburger Friedenspreis erhalten.


10.03.2016 / epd/ Sandra Kaufmann