TV-Tipp

"Vom Bangen, Hoffen und Warten"

Kirchenasyl

Kirchenvertreter kämpfen darum, auch weiter in Härtefällen Menschen Asyl in den Gemeinden zu gewähren

Bild: martinwimmer

Die Dokumentation "Kirchenasyl und dann? Vom Bangen, Hoffen und Warten" des Bayerischen Fernsehens begleitet ehemalige Kirchenasyl-Bewohner auf ihrem mühsamen Weg in die Zukunft.

Von Mai bis Ende August 2015 lebte die 37-jährige Syrerin Shahinas Othman im schwäbischen Immenstadt in der evangelischen Kirche im Kirchenasyl. Sie darf vorerst in Deutschland bleiben und konnte aus dem Pfarrhaus ausziehen. Genauso wie der 27-jährige Syrer Hussam und der 18-jährige Afghane Ali, die beide in der katholischen Gemeinde durch das Kirchenasyl in Tutzing vor der Abschiebung nach Ungarn und Bulgarien bewahrt wurden.

Die Gefahr der Abschiebung ist gebannt, aber wie geht es weiter? Der Film "Kirchenasyl und dann? Vom Bangen, Hoffen und Warten" aus der Reihe "stationen.Dokumentation" begleitet die ehemaligen Kirchenasyl-Bewohner nach dem monatelangen Warten in den Kirchengemeinden auf ihrem Weg in ihre Zukunft in Deutschland.

Informationen zum Thema Sendetermine

Sendetermine "Kirchenasyl und dann? Vom Bangen, Hoffen und Warten"

Mittwoch, 13. Januar um 19 Uhr, Bayerisches Fernsehen
Donnerstag 14. Januar um 1.30 Uhr, Bayerisches Fernsehen
Sonntag, 17. Januar um 18.45 Uhr, ARD-alpha
Sonntag, 24. Januar um 13.15 Uhr, ARD-alpha

Derzeit leben etwa 459 Flüchtlinge, darunter 96 Kinder, in 291 Gemeinden in ganz Deutschland. Vielen Politikern ist das Kirchenasyl ein Dorn im Auge. Kirchenvertreter kämpfen darum, auch weiter in Härtefällen Menschen Asyl in den Gemeinden zu gewähren.

Die Dokumentation "Kirchenasyl und dann? Vom Bangen, Hoffen und Warten" wird sowohl im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt, als auch bei ARD-alpha. Mit dem Format "stationen." möchte der Bayerische Rundfunk das lebendige, kontroverse, bewegte und sogar widersprüchliche Leben in den Kirchen und zwischen den Religionen wiederspiegeln.

07.01.2016 / Bayerisches Fernsehen/ELKB
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