Zeitstrahl

Der Reformator Martin Luther

1512 wählt der Reformator seinen Nachnamen „Luther“ aus und trennt sich vom Namen seiner Eltern. Luther ist griechisch und bedeutet „der Freie“ – der Name war Programm.

Martin Luther hieß nicht immer so. Ursprünglich hieß seine Familie Luder, Lutter oder Lüder. Erst ab etwa 1512 nannte er sich „Luther“ und führte dies auf das griechische Wort „Eleutherios“ zurück, was übersetzt so viel wie „der Freigelassene“ bedeutet. Der Name war Programm. Denn die Erkenntnis, durch Jesus Christus befreit zu sein – von Sünden, Tod und Teufel –, durchzog das ganze Denken und Wirken Luthers. Weder weltliche Herrscher noch kirchliche Dogmen noch die Angst vor Höllenstrafen konnten letztlich über ihn bestimmen, sondern nur Jesus Christus. Und dieser war – so hatte Luther in einem langen Prozess erfahren - ganz auf seiner Seite. „Ich bin Gott recht.“ Dafür musste, ja konnte er selbst gar nichts tun. Er konnte sich nicht selbst befreien, er konnte einfach nur die Gnade Gottes, die ihm Jesus Christus gezeigt hatte, im Glauben annehmen.


10.07.2014 / ELKB
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