Konflikt und Frieden

Christenverfolgung

Mann im Gefängnis

Christenverfolgung erzeugt viel Leid - die ELKB hat das im Blick.

Bild: (c) fotolia / jtanki

Christen können, so Kirchenrat Thomas Prieto-Peral, ein Zeichen für mehr Religionsfreiheit setzen und konkret Aktionen für eine Verbesserung der menschenrechtlichen Lage in der Welt unterstützen.

Mit Sorge vernimmt die Evangelisch-Lutherische Kirche die Nachrichten über religiöse Verfolgung in vielen Teilen der Erde. Menschen wird das Recht genommen, sich frei zu ihrer Religion zu bekennen. Häufig sind es Christen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden und um Leib und Leben fürchten müssen. Die bayerische Landeskirche bekräftigt auf diesem Hintergrund das Recht auf freie Religionsausübung, wie es in der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen verbindlich festgeschrieben ist. Dieses Recht gilt für Menschen allen Glaubens, damit natürlich auch für Christen.

Oft gibt es eine Vielzahl von Ursachen, die zur religiösen Verfolgung führen, dennoch muss klar gesagt werden: Wie friedfertig und tolerant eine Gesellschaft wirklich ist, zeigt sich vor allem daran, wie sie mit religiösen Minderheiten umgeht. In diesem Zusammenhang weisen die EKD und viele christliche Organisationen wir Open Doors auf die Lage der Christen in mehrheitlich andersgläubigen Ländern hin und fordern zur Unterstützung für bedrängte und verfolgte Christen auf. Einmal jährlich, in der Passionszeit am Sonntag Reminiszere, wird deutschlandweit in den evangelischen Kirchen zur Fürbitte für verfolgte und bedrängte Christen aufgerufen.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche engagiert sich seit den 90er-Jahren besonders für Christen im Nahen Osten. Durch regelmäßige Besuche, politische Gespräche und eine Vielzahl von Projekten will die bayerische Landeskirche vor allem in der Türkei, dem Irak und in Syrien dazu beitragen, dass Christen in ihrer Heimat bleiben können. Mission EineWelt als Einrichtung der bayerischen Landeskirche ist in vielen Ländern in Übersee für lutherische Kirchen aktiv und hilft ihnen, als Minderheiten das Recht auf Religionsausübung leben zu können. Viele Menschen in den Gemeinden engagieren sich für Christen weltweit und setzten damit ein Zeichen für mehr Religionsfreiheit.

Zur Person

Thomas Prieto-Peral, Referent für Ökumene und Weltverantwortung in der ELKB, Bild: © (c) ELKB / Poep

Thomas Prieto-Peral

Thomas Prieto-Peral war Referent für Ökumene und Weltverantwortung in der ELKB. Einen Schwerpunkt bildet dabei der gemeinsame Lernweg christlicher Kirchen zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung.


02.06.2014 / Thomas Prieto-Peral