Diakonie

Einfach immer da.

Senioren und Pflegerin

Diakonie begleitet Menschen in jedem Alter - sie ist einfach "immer da"

Bild: Diakonisches Werk Bayern

Für die Diakonie gilt der alte Spruch „Von der Wiege bis zur Bahre...“. Denn die Diakonie ist schon vor der Geburt eines Menschen da, und sie kann ihn bis zu seinem Lebensende begleiten.

Mehr als einhundert verschiedene Angebote finden sich unter dem Kronenkreuz. Bereits vor der Geburt eines Menschen gibt es Fachleute der Diakonie, die sich um die werdenden Eltern, aber auch um die Zukunft der – dann noch ungeborenen – Kinder kümmern. Das kann die Ehe- und Lebensberatung sein, aber auch die Schwangerschaftsberatung. In materiellen Notlagen, zu denen es leider immer häufiger kommt, stehen die diakonischen Werke den Betroffenen oft mit so genannten Einzelfallhilfen zur Seite – dabei kann es sich um Geld, aber auch um Sachspenden handeln.

Kinder, Jugendliche und Familien

Natürlich werden auch junge Familien unterstützt. Dabei spielt es für die Diakonie keine Rolle, ob es sich um eine klassische Familie mit zwei Elternteilen und einem oder mehreren Kindern handelt oder um eine alleinerziehende Mutter (oder Vater): Familie, davon ist die Diakonie überzeugt, lebt in vielen Formen.

Kinder und Jugendliche können ebenso wie Erwachsene in Situationen kommen, in denen sie Unterstützung benötigen:

im Konfliktfall mit den Eltern (dann hilft die Beratungsstelle der Diakonie), bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz (hier kann möglicherweise eine Beschäftigungsinitiative oder eine Arbeitslosenberatungsstelle helfen), oder wenn ein Jugendlicher glaubt, den Alltag nur noch mit dem Griff zur Flasche bewältigen zu können.

Dann hilft die Suchtberatung. Mit der „Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit“ gibt es in jedem Dekanat eine Anlaufstelle in Notsituationen, die an die entsprechenden Fachberatungsstellen weitervermitteln kann.

Menschen mit einer Behinderung

Nicht jeder Mensch hat die gleichen Chancen im Leben, und nicht immer ist das Elternhaus oder die soziale Situation dafür verantwortlich. Manchmal ist es auch eine Behinderung, die die Hilfe der Diakonie notwendig macht. Die Hilfe für Menschen mit einer Behinderung gehört zu den ältesten Arbeitsgebieten der Diakonie – und bis heute zu ihren größten. Aber nur die wenigsten Menschen wissen, dass der überwiegende Teil der Menschen mit einer Behinderung dies nicht von Geburt an sind: 95 Prozent aller Behinderungen werden durch einen Unfall oder durch Krankheit verursacht. Die öffentliche Wahrnehmung ist freilich eine andere.

Das Leben im Alter

Mit zunehmendem Alter benötigen wir alle mehr Hilfen. Vieles leisten bis heute die Angehörigen; der überwiegende Teil der Menschen mit Pflegebedarf wird von ihren Angehörigen unterstützt. Hier kommen vielleicht regelmäßig Mitarbeitende der örtlichen Diakoniestation vorbei. Wenn das Leben in den eigenen vier Wänden nicht mehr möglich ist, gibt es überall Einrichtungen der diakonischen Altenhilfe. Hier werden Menschen gepflegt, die in unterschiedlicher Intensität, aber durchgängig auf Hilfe angewiesen sind. Für viele ist dies die letzte Station in ihrem Leben, doch viele Menschen entscheiden sich gerade darum für eine Einrichtung der Diakonie. Weil sie wissen, dass die Diakonie nicht ein Anbieter unter vielen ist, sondern eben die soziale Arbeit der Evangelischen Kirche.


02.09.2015 / Daniel Wagner
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