Gefängnisseelsorge

Gefängnis betrifft nicht nur Gefangene

Hände an Gitterstäben

Hinter Gittern: im Strafvollzug sind Inhaftierte auf sich zurückgeworfen - und brauchen besonderen Beistand

Bild: (c) iStockPhoto / helenecanada

Kirchliche Ansprechpartner für Sorgen, Nöte, Freuden und Glaubensfragen gibt es auch in Gefängnissen und geschlossenen Einrichtungen.

Von Hilflosigkeit und Angst, von Trauer und Scham ist unser Leben in vielen Situationen geprägt. Dies gilt besonders im Strafvollzug: wenn Inhaftierte auf sich zurückgeworfen sind, sich auseinandersetzen müssen mit Ängsten und Hoffnungen; wenn Familienangehörige, Freunde, Nachbarn oder Arbeitskollegen im Gefängnis sind, und man sich schwer tut, diese Sorgen zu teilen.

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30.000 Menschen sind pro Jahr in Bayern von Haft betroffen. Inhaftierte und auch deren Angehörigen und Freunde werden in diesen Situationen nicht allein gelassen. In allen Justizvollzugsanstalten sind Seelsorgerinnen und Seelsorger tätig. Sie sind mit ihrer besonderen Verschwiegenheitspflicht für inhaftierte Menschen da und begleiten sie durch Einzelgespräche, mit Gottesdiensten, Gesprächs- und Gestaltungsgruppen.

Die Angehörigen können sich ebenfalls an sie wenden, um sich über ihre Situation auszusprechen. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger sind bemüht, den Kontakt zwischen den Inhaftierten und den Angehörigen zu unterstützen. Darüber hinaus bieten sie in verschiedenen Gefängnissen seelsorgerlich begleitete Besuche, Eheseminare und auch Familienseminare an.


Kontakt:
Pfarrer Uwe Hofmann
Evangelische Konferenz für Gefängnisseelsorge in Bayern
Baumannstraße 81
83233 Bernau
Telefon: 08051 802124
E-Mail: uwe.hofmann@jva-bern.bayern.de


13.05.2014 / Andrea Seidel