Diakonie

Bei der Diakonie im Einsatz

Mutter und frühgeborenes Kind

Von Anfang an dabei: Diakonie ist von Geburt an für den Menschen da - und kann ihn auf Wunsch bis zum Lebensende begleiten.

Bild: iStockphoto / ©

Für die Diakonie gilt der alte Spruch „Von der Wiege bis zur Bahre...“. Denn die Diakonie ist schon vor der Geburt eines Menschen da, und sie kann ihn bis zu seinem Lebensende begleiten.

Schwarze Tracht, weiße Haube - Mitarbeiterinnen der Diakonie konnte man früher leicht erkennen. Die Diakonisse, die früher das Bild der Diakonie geprägt hat, gibt es heute kaum noch. Optisch sind die über 70.000 Mitarbeitenden der Diakonie in Bayern kaum zu erkennen. An ihrer Haltung schon. Aber wie geht das - was werden bei der Diakonie?

Über einhundert verschiedene Arbeitsfelder und Dutzende von Berufsbildern - vom Altenpfleger bis zum Schreiner - prägen das Bild der Diakonie als Arbeitgeberin. Erste Erfahrungen kann man aber schon viel früher machen.

Mit der Initiative "Diakonisches Lernen" bietet die Diakonie an weit über 100 Orten im Freistaat Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit, diakonische Erfahrungen zu machen. In Kooperation mit diakonischen Einrichtungen können Lehrer und Lehrerinnen dort soziales Lernen ermöglichen.

Und nach der Schule?

Zivildienst - das war früher. Heute gibt es mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und dem Bundesfreiwilligendienst (BFD) die unterschiedlichsten Möglichkeiten, zwischen Schulabschluss und Ausbildungs- beziehungsweise Studienbeginn diakonische Erfahrungen zu sammeln. Und nicht selten sind die Erfahrungen im Sozialen Jahr so eindrücklich, dass sich daraus konkrete Berufswünsche ergeben.

Um schließlich hauptberuflich in der Diakonie arbeiten zu können, braucht es neben Engagement natürlich in erster Linie eines: eine hochwertige Ausbildung.

Das kann ein entsprechendes Studium sein oder aber eine Berufsausbildung - etwa an der Evangelischen Hochschule in Nürnberg oder in einer der zahlreichen Altenpflegeschule im Freistaat. Außerdem bieten die diakonischen Träger in Bayern eigene Ausbildungen beispielsweise zum Diakon an.

Die Diakonie in Bayern in Zahlen

Mitarbeiter

Altenpflege Bayern,© Diakonisches Werk Bayern

78.000 hauptamtliche Mitarbeitende sind in der Diakonie in Bayern – der größte Träger beschäftigt alleine 6.500 Menschen.

Gesellschaft

Zwei Frauen und ein Junge,© Diakonisches Werk Bayern

Mehr als 20.000 Ehrenamtliche setzen sich für ihre Mitmenschen und die Gesellschaft ein.

Einrichtungen

Außenansicht des Kompetenzzentrums für Menschen mit Demenz in Nürnberg,© Diakonie Neuendettelsau

3.500 Einrichtungen werden von der Diakonie geführt, die Begleitung ist speziell auf die Bedürfnisse der Menschen dort abgestimmt – im Bild das Kompetenzzentrum für Menschen mit Demenz in Nürnberg…

Kinder

Kindergarten,© Diakonisches Werk Bayern

…davon rund 1.000 Einrichtungen für Kinder mit mehr als 75.000 Plätzen.

Kinder mit Behinderung

Mutter und frühgeborenes Kind,© iStockphoto / ©

Für die Allerkleinsten: Frühförderstellen für Kinder mit einer Behinderung mit rund 150 Mitarbeitenden und ca. 2.000 Plätzen.

Internate

Menschen beim Sport,© http://www.diakonisches-lernen.de/diakonische-lernorte/im-kirchenkreis-ansbachwuerzburg/bruckberg-bruckberger-heime-der-diakonie-neuendettelsau-sport-mit-menschen-mit-behinderung/

120 Internate für Menschen mit einer Behinderung

Altenhilfe

Altenpflege,© Diakonisches Werk Bayern

200 Einrichtungen der stationären Altenhilfe mit über 15.000 Plätzen.

Diakoniestationen

Diakonieverein Rohr,© Diakonieverein Rohr, http://www.diakonie-rohr.de/

Knapp 250 Diakoniestationen in ganz Bayern mit nahezu 7.000 Mitarbeitenden – im Bild die Diakoniestation in Rohr in Mittelfranken.

Arbeitsbereiche

Werkstatt mit behinderten Menschen.,© Diakonisches Werk Bayern

Mehr als 100 Arbeitsbereiche – im Bild eine Werkstatt mit behinderten Menschen.

Spenden

Frühjahrssammlung der Diakonie Bayern aus dem Jahr 2013,© ELKB / Diakonie Bayern

Allein bei den großen Sammlungen des Landesverbandes im Frühjahr und im Herbst werden über 2 Millionen Euro gespendet.

Und übrigens: Lebenslanges Lernen gehört auch bei der Diakonie in Bayern zum Selbstverständnis. Mit kontinuierlichen Fortbildungen bleiben die Mitarbeitenden fit für die Zukunft. Das lohnt sich auch für die Mitarbeitenden. Ein Tarifvergleich zwischen den einzelnen Wohlfahrtsverbänden bescheinigt die Attraktivität der Diakonie als Arbeitgeberin, ihre "Arbeitsvertragsrichtlinien" belegen im bundesweiten Vergleich den ersten Platz.

Nur hauptberuflich?

Mitarbeit bei der Diakonie in Bayern bedeutet natürlich nicht zwangsläufig eine hauptberufliche Tätigkeit. Etwa 40.000 ehrenamtlich Mitarbeitende engagieren sich unter dem Kronenkreuz in Einrichtungen der Altenhilfe, in der Behindertenhilfe oder bei den Tafeln.

Ehrenamtlich bedeutet hier natürlich nicht "um Gottes Lohn". Oft wird eine Aufwandsentschädigung oder die Ehrenamtspauschale gezahlt. Denn Mitarbeit in der Diakonie hat immer einen Wert.


02.09.2015 / Daniel Wagner
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