Diakonie

Diakonisches Handeln

Senioren beim Kochen

Bei der Diakonie steht der Mensch im Mittelpunkt

Bild: Diakonisches Werk Bayern

Menschen in sozialen Nöten zu helfen, zu pflegen und zu heilen, zu trösten und zu stärken und für sie die Stimme zu erheben ist ein unmittelbarer und wesentlicher Teil christlichen Lebens.

Liebevolle Zuwendung zu andern Menschen und für den Nächsten einzutreten wurzelt und entspringt der liebenden Zuwendung Gottes. Sie entspricht dem Wirken Jesu und ist sichtbarer Ausdruck des christlichen Glaubens, der in der Liebe tätig ist.

Diakonisch handeln daher aller erst einzelne Christinnen und Christen in ihrem Lebensumfeld. Aber auch Kirchengemeinden und Dekanatsbezirke verstehen Diakonie als eine Grunddimension ihres Handelns neben Verkündigung, Liturgie und Gemeinschaft. Gemeinsam mit den freien diakonischen Trägern, wie sie im Diakonischen Werk Bayern zusammengefasst sind, tragen sie die diakonische Arbeit.

Die Diakonie in Bayern in Zahlen

Mitarbeiter

Altenpflege Bayern,© Diakonisches Werk Bayern

78.000 hauptamtliche Mitarbeitende sind in der Diakonie in Bayern – der größte Träger beschäftigt alleine 6.500 Menschen.

Gesellschaft

Zwei Frauen und ein Junge,© Diakonisches Werk Bayern

Mehr als 20.000 Ehrenamtliche setzen sich für ihre Mitmenschen und die Gesellschaft ein.

Einrichtungen

Außenansicht des Kompetenzzentrums für Menschen mit Demenz in Nürnberg,© Diakonie Neuendettelsau

3.500 Einrichtungen werden von der Diakonie geführt, die Begleitung ist speziell auf die Bedürfnisse der Menschen dort abgestimmt – im Bild das Kompetenzzentrum für Menschen mit Demenz in Nürnberg…

Kinder

Kindergarten,© Diakonisches Werk Bayern

…davon rund 1.000 Einrichtungen für Kinder mit mehr als 75.000 Plätzen.

Kinder mit Behinderung

Mutter und frühgeborenes Kind,© iStockphoto / ©

Für die Allerkleinsten: Frühförderstellen für Kinder mit einer Behinderung mit rund 150 Mitarbeitenden und ca. 2.000 Plätzen.

Internate

Menschen beim Sport,© http://www.diakonisches-lernen.de/diakonische-lernorte/im-kirchenkreis-ansbachwuerzburg/bruckberg-bruckberger-heime-der-diakonie-neuendettelsau-sport-mit-menschen-mit-behinderung/

120 Internate für Menschen mit einer Behinderung

Altenhilfe

Altenpflege,© Diakonisches Werk Bayern

200 Einrichtungen der stationären Altenhilfe mit über 15.000 Plätzen.

Diakoniestationen

Diakonieverein Rohr,© Diakonieverein Rohr, http://www.diakonie-rohr.de/

Knapp 250 Diakoniestationen in ganz Bayern mit nahezu 7.000 Mitarbeitenden – im Bild die Diakoniestation in Rohr in Mittelfranken.

Arbeitsbereiche

Werkstatt mit behinderten Menschen.,© Diakonisches Werk Bayern

Mehr als 100 Arbeitsbereiche – im Bild eine Werkstatt mit behinderten Menschen.

Spenden

Frühjahrssammlung der Diakonie Bayern aus dem Jahr 2013,© ELKB / Diakonie Bayern

Allein bei den großen Sammlungen des Landesverbandes im Frühjahr und im Herbst werden über 2 Millionen Euro gespendet.

Und übrigens: Lebenslanges Lernen gehört auch bei der Diakonie in Bayern zum Selbstverständnis. Mit kontinuierlichen Fortbildungen bleiben die Mitarbeitenden fit für die Zukunft. Das lohnt sich auch für die Mitarbeitenden. Ein Tarifvergleich zwischen den einzelnen Wohlfahrtsverbänden bescheinigt die Attraktivität der Diakonie als Arbeitgeberin, ihre "Arbeitsvertragsrichtlinien" belegen im bundesweiten Vergleich den ersten Platz.

Nur hauptberuflich?

Mitarbeit bei der Diakonie in Bayern bedeutet natürlich nicht zwangsläufig eine hauptberufliche Tätigkeit. Etwa 40.000 ehrenamtlich Mitarbeitende engagieren sich unter dem Kronenkreuz in Einrichtungen der Altenhilfe, in der Behindertenhilfe oder bei den Tafeln.

Ehrenamtlich bedeutet hier natürlich nicht "um Gottes Lohn". Oft wird eine Aufwandsentschädigung oder die Ehrenamtspauschale gezahlt. Denn Mitarbeit in der Diakonie hat immer einen Wert.

Informationen zum Thema

Info rund um Diakonie: Wussten Sie schon...

... dass 50 Prozent der Ausgaben der öffentlichen Hand für die Diakonie in Form von Steuern und Sozialabgaben in Form von Steuern an die öffentliche Hand zurückfließen?

... dass das Beschäftigungswachstum von 1992 bis 2007 bayernweit im Durchschnitt bei 7.5 Prozent lag, in der Sozialbranche aber bei 49 Prozent?

... dass die Diakonie wirklich weiblich ist? Der Frauenanteil liegt bei 75 Prozent.

... dass bayernweit in der Sozialwirtschaft 300.000 Menschen arbeiten, in der gesamten bayerischen Automobilindustrie jedoch gerade einmal 182.000?

Auf landeskirchlicher Ebene wird diese Arbeit von dem Vorstand des Diakonischen Werkes Bayern, dem Diakonischen Rat als Aufsichtsorgan sowie der zuständigen Fachabteilung der Landeskirche verantwortet. Sie begleiten diakonische Träger im Blick auf Refinanzierungsfragen, ihr wirtschaftliches Risiko, ihr evangelisches Profil und die Verantwortung für Mitarbeitende. Sie fördern das diakonische Engagement von Ehrenamtlichen und die Ausbildung in sozialen Berufen.

Die diakonischen Arbeitsbereiche umfassen die gesamte Breite sozialer Dienste in unserer Gesellschaft. Sie reichen von Kinder- Jugend- und Familienhilfe, Schulen und Ausbildungsstätten, Hilfen mit Menschen mit Behinderung, Krankenhäuser, ambulante und stationäre Altenhilfe und Pflege bis hin zu armuts- und teilhabebezogene Hilfe, Migrationsdienste und ökumenische Diakonie.


22.05.2014 / Reiner Schübel
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