Kirche und Schule

Schule - Christsein heißt: Herzensbildung

Hand am Geländer

Ein stabiles Geländer für den Gang durchs Leben bietet der Religionsunterricht.

Bild: iStockPhoto / bbostjan

1,68 Millionen Kinder und Jugendliche in Bayern starten ins neue Schuljahr. Die Zahl der Erstklässler steigt dabei um 2500 auf 109 900, wie das Kultusministerium mitteilt - ein Plus von 2,5 Prozent!

Verkürzte Schulzeit, eilige Reformen nach dem "PISA-Schock", Ganztagsschulen. Kaum ein Lebensbereich hat sich in den vergangenen Jahren so stark verändert wie der der Schülerinnen und Schüler.

Die Gesellschaft scheint viel von ihren Schülern zu erwarten. Der Lernort Familie wird immer mehr zurückgedrängt, die Zeit, die Schüler in der Schule verbringen, wird immer länger.

Sinnfragen zwischen Kurvendiskussion
und chemischen Experimenten

Wer hat sich nicht bei der Kurvendiskussion im Mathematikunterricht gefragt: „Wozu braucht man das?“ Was hat eine Schulklasse voller noch recht jungen Persönlichkeiten davon, zwei Flüssigkeiten zusammen zu gießen und es knallen zu hören?

Solche Zweifel lassen erkennen, dass die Sinnfrage äußerst umfassend ist und überall gestellt werden kann. Im Religionsunterricht steht sie im Mittelpunkt. Hier ist die Möglichkeit gegeben, sich im Verbund mit seinen Mitschülern mit Grundwerten auseinander zu setzen, Leitgedanken für das persönliche Leben zu entwickeln und Spiritualität zu begegnen.

Evangelische Kirche schafft darüber hinaus Lern- und Erfahrungsräume im Umfeld der Schule, die einen anderen Blick auf die kleinen und großen Lebensfragen ermöglichen. Dabei hilft Kirche im besten Sinne dabei, dass sich Persönlichkeiten entwickeln, die sich ihrer Herkunft bewusst sind und die ein Gespür für Mitmenschen und Gesellschaft haben. Oder, wie es der Leitsatz evangelische Schulen formuliert: ,Miteinander leben, lernen, glauben im Spielraum christlicher Freiheit.‘


02.07.2015 / Michael Birgden
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