Evangelische Medienlandschaft in Bayern

Die Botschaft will gehört werden

Medien

Die Evangelische Kirche engagiert sich in allen Medien-Formaten.

Bild: Coloures-pic@fotolia.com

Ob Gemeindebrief oder Fernsehmagazin, Buch oder Internet – was die mediale Kommunikation angeht, ist die bayerische Landeskirche breit aufgestellt. Und das nicht erst seit gestern. 

Maßgeblichen Anteil daran hat der bayerische Pfarrer und Publizistik-Pionier Robert Geisendörfer. Er hat früh erkannt, dass die Kirche, wenn sie denn mit ihrer Botschaft gehört werden will, mit ihren Themen auch in den Medien präsent sein muss: in den eigenen ebenso wie in den säkularen. Sein Plädoyer für Professionalität im kirchlichen Journalismus sowie sein Credo „Fürsprache üben, Barmherzigkeit vermitteln und Stimme leihen für die Sprachlosen“ bestimmen nach wie vor die Grundlinien der evangelischen Publizistik.

Vater des Presseverbands

Geisendörfer hat aus bescheidenen Anfängen in den Nachkriegsjahren den Evangelischen Presseverband für Bayern (EPV) aufgebaut, bevor er in den 70er Jahren als Gründungsdirektor des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik und Fernsehbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) nach Frankfurt wechselte. „Sonntagsblatt“, Evangelischer Pressedienst (epd), Claudius-Verlag und „Vernetzte Kirche“ – mit diesen Marken ist das zentrale evangelische Medienhaus in Bayern auch über die Grenzen des Freistaates hinaus bekannt.

Ergänzend zu den publizistischen Aktivitäten, bei denen das kritisch-loyale Berichten über die Kirche im Vordergrund steht, ist die ELKB natürlich auch in der Öffentlichkeitsarbeit, der Pflege der „Public Relations“, aktiv: auf allen Ebenen und selbstverständlich multimedial.
Das Aushängeschild für alle, die allgemeine Informationen über Evangelisches in Bayern suchen, ist natürlich „bayern-evangelisch.de“, die Webseite der Landeskirche. Das Portal bietet Informationen und Hintergründe, aber auch Lebenshilfe und Anregungen für die eigene spirituelle Praxis – alles ausgerichtet auf die Interessen der Nutzer.

Zielgruppenangebote und Kirche im Rundfunk

Web-Angebote der Gemeinden und Einrichtungen, aber auch spezielle Zielgruppenangebote wie „berggottesdienste.de“ runden das Informationsangebot ab. Vom Schaukasten über den Gemeindebrief bis zu den Social Media – wir bespielen die gesamte Medien-Klaviatur.

Mehrere hunderttausend Menschen gleichzeitig mit der guten Botschaft zu erreichen – das schafft das Team der Rundfunkbeauftragten der Landeskirche. Mit 700.000 Hörern ist die Morgenfeier sonntags im Programm von Bayern 1 seit vielen Jahren die unangefochtene Quotenkönigin. Doch auch die anderen Formate, wie z.B. Gottesdienstübertragung oder Andacht, werden sehr geschätzt, in den Programmen des Bayerischen Rundfunks ebenso wie denen der zahlreichen Privatsender im Freistaat.

Immer am Ball für zeitgemäße Kommunikation

Die Bedeutung von medialer Kommunikation ist heute ungleich höher als zu Zeiten Geisendörfers. Gleichzeitig sind die Angebote auf dem medialen Markt der Möglichkeiten rasant gewachsen, ebenso die Erwartungen der Nutzer im Blick auf Qualität und ansprechende Formen. Für die Kirche bedeutet das, dass sie mehr denn je in den Faktor Kommunikation investieren muss, um in diesem Umfeld wahrgenommen zu werden. Eine spannende Herausforderung in Zeiten, in denen die zur Verfügung stehenden Mittel tendenziell rückläufig sind. Hier weiter am Ball zu bleiben, gute Arbeit zu leisten, mit interessanten Inhalten und zeitgemäßen Formaten auch weiterhin die Menschen zu erreichen, dieser Aufgabe wollen wir alle uns weiter gerne stellen.


12.07.2014 / Michael Mädler
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