Familienpflege

Wenn Mama einmal krank ist...

Mutter mit Kind

Kinder machen nicht nur viel Freude - die Familienpfleger der Diakonie Bayern springt gerne im Notfall ein.

Bild: iStockPhoto / RuslanDashinsky

…greift die Familienhilfe der Diakonie Bayern. Aber nicht nur dann. Sie kommt auch in anderen Notsituationen ins Haus.

Eigentlich war es für Anita H. eine gute Nachricht: Nach vielen vergeblichen Versuchen war sie endlich schwanger. Und das nicht nur mit einem Kind, sondern gleich mit Drillingen. Aber die Schwangerschaft wurde zunehmend problematisch; die überwiegende Zeit musste Anita H. liegend verbringen. Belastend nicht nur für sie, sondern auch für den werdenden Vater. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte der Arzt Unterstützung durch eine Familienpflegerin verordnet.

Drei Säuglinge auf einmal – allein kaum zu schaffen

Mittlerweile sind die drei Buben gesund und wohlbehalten auf der Welt – und haben das Leben der Familie endgültig auf den Kopf gestellt. Anita H. schläft nachts kaum mehr als drei Stunden am Stück, da immer einer der drei Kleinen etwas braucht: etwas zu trinken, eine frische Windel oder einfach ein bisschen „Mama“. Und tagsüber geht es dann so richtig los: Das Wohnzimmer wurde komplett umgeräumt, den meisten Raum nimmt eine überdimensionierte Liege- und Krabbelfläche für die drei Kinder ein. Und wenn die Mutter mal mit den Kindern raus will, wird aus dem Spaziergang ein logistischer Alptraum.

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Dreimal anziehen, dreimal Fläschchen einpacken, dreimal Wäsche zum Wechseln mitnehmen. Der Kinderwagen für die Drillinge, eine Spezialanfertigung, hat nur im Garten der Familie Platz. Im Viertel kennt jeder mittlerweile das Gefährt. Damit Anita H. und ihr Mann die Situation mit den drei Kindern bewältigen können und dabei auch selbst nicht zu kurz kommen, erhalten sie weiterhin Unterstützung durch eine Familienpflegerin. Acht Stunden täglich ist die ausgebildete Fachkraft bei der Familie und sorgt für Entlastung. Sie wickelt, wäscht, kauft ein und sorgt dafür, dass alle in der jungen Familie zu ihrem Recht kommen: die Kinder, aber auch die Eltern.

Leistung der Krankenkasse

Die Familienpflege greift nach Krankenhausaufenthalt, bei einer akuten Erkrankung, bei Risikoschwangerschaften, nach Entbindungen oder Mehrlingsgeburt, aber auch bei Pflegebedürftigkeit oder Behinderung der Mutter. Es handelt sich dabei übrigens – was die wenigsten wissen – um eine Pflichtleistung der Krankenkassen, die diese nach Anweisung der Arztes erbringen müssen.


28.05.2014 / Daniel Wagner