Kunstprojekt im Kirchenkreis Bayreuth

Bibel mal zwölf – Kunstprojekt „12 [W]ORTE“

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    Logo von '12 (W)orte': ein Kunstprojekt zur Lutherdekade im Kirchenkreis Bayreuth

    Logo von "12 (W)orte": ein Kunstprojekt zur Lutherdekade im Kirchenkreis Bayreuth

    Bild: (c) Kirchenkreis Bayreuth

    Zwölf Künstler haben in zwölf Kirchengemeinden zu zwölf Bibelworten Kunstwerke gestaltet: Ein Kunstprojekt des Kirchenkreises Bayreuth zur Lutherdekade.

    Die Bibel unters Volk bringen: Mit diesem Ziel hat der Kirchenkreis Bayreuth ein besonderes Kunstprojekt gestartet. Ein Jahr lang wird hier ab dem Reformationstag 2014 unter dem Titel „12 [W]ORTE“ die Kunst gefeiert. Zwölf Künstler gestalten zwölf Bibelworte in zwölf Kirchengemeinden.

    „Die Geschichten der Bibel sind hochaktuell“, erklärt Regionalbischöfin Dorothea Greiner, „sie behandeln unsere existenziellen Fragen und helfen zum gelingenden Leben.“ Der Kirchenkreis Bayreuth habe beschlossen, sich mit den Jahresthemen der Lutherdekade beschäftigen zu wollen. Im Jahr 2015 lautet das Thema „Bild und Bibel“. Da lag es nahe, ein Kunstprojekt zu starten.

    Um die Bibelworte zu finden, die als Grundlage für das Projekt dienen, wurden Anzeigen in den Tageszeitungen geschaltet und Gemeindebriefe verschickt, mit denen die Leserinnen und Leser aufgerufen wurden, ihre Lieblings-Bibelstelle einzureichen. Knapp 1.500 Menschen nahmen an der Umfrage teil. Der Psalm „Mein Herr ist mein Hirte“ gewann die Top-Zwölf-Liste mit über 70 Prozent, gefolgt vom "Vaterunser" und den "Zehn Geboten".

    Mit Unterstützung des landeskirchlichen Kunstbeauftragten Helmut Braun machte sich das Organisationsteam des Projektes auf die Suche nach geeigneten Künstlerinnen und Künstlern. In mehreren Sitzungen sichtete eine Jury die Unterlagen – denn die Künstler sollten aus der Region stammen oder in Oberfranken arbeiten. Ausgewählt wurden beispielsweise Tobias Ott aus Hof, Gerhard Rießbeck aus Bamberg, Sonja Weber aus München und die gebürtige Schweinfurterin Margarethe Kollmer.

    Wie unterschiedliche die Ansätze der Künstlerinnen und Künstler sind, zeigte sich spätestens beim Kolloquium: Dort präsentierten die Kunstschaffenden nämlich ihre Ideen und Konzepte. „Dabei wurde deutlich, wie intensiv sich die Künstlerinnen und Künstler mit den Bibelworten und den Ausstellungsorten beschäftigt haben“, sagt Pfarrer Michael Thein, der das Projekt als Referent der Regionalbischöfin begleitet.

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    Schließlich wurden zwölf Gemeinden aus dem Kirchenkreis ausgewählt – darunter kleinere evangelische Gemeinden wie Betzenstein (Dekanatsbezirk Pegnitz), Ebern (Dekanatsbezirk Rügheim) und Rehau (Dekanatsbezirk Hof), aber auch größere Kirchen wie die Salvatorkirche in Coburg, die Kreuzkirche in Hof und die Kreuzkirche in Kulmbach.

    Thein zufolge haben sich die Gemeinden und Künstler für das Projekt auf einen „intensiven Prozess“ einzustellen: „Die Gemeinden müssen bereit sein, sich auf einen Künstler und seine Ideen einzulassen und sich mit ihm und dem biblischen Text auseinanderzusetzen.“ Mit Begeisterung organisieren sie inzwischen Kunstgottesdienste und Vortragsabende sowie diverse Bildungsveranstaltungen rund um das Projekt. Umgekehrt lernen natürlich auch die Kunstschaffenden das Gemeindeleben und die Kirchengebäude gut kennen.

    An dem Projekt, das seit zwei Jahren vorbereitet wird, sind viele Akteure beteiligt. Der Kirchenkreis bekommt finanzielle Unterstützung aus dem landeskirchlichen Fonds der Lutherdekade, als Sponsor fungiert aber auch eine oberfränkische Stiftung. Die Gemeinden selbst organisieren Konzerte und Kunstführungen, Workshops und besondere Gottesdienste. Außerdem unterstützen Bildungswerke und Schulen das Projekt mit Begleitveranstaltungen.Zur feierlichen Eröffnung des Projekts am Reformationsfest im Oktober 2014 erscheint ein kleiner Katalog, der alle Bibelworte, Kunstprojekte und Aktivitäten der Gemeinden vorstellt. Ein Jahr lang, bis zum 31. Oktober 2015, können sich dann Interessierte auf einen „Pilgerweg“ durch die zwölf Gemeinden begeben und die Bibelwort-Kunstwerke in sich wirken lassen.


    05.03.2015 / Rieke Harmsen